Über Jahrzehnte hinweg haben deutsche Unternehmen ihre Produkte weltweit erfolgreich unter dem Versprechen „Made in Germany“ positioniert. Das Label stand für Ingenieurskunst, Präzision, Zuverlässigkeit und Langlebigkeit – und verschaffte einen klaren Wettbewerbsvorteil auf internationalen Märkten.
Heute wird dieses Versprechen neu verhandelt. Nicht, weil deutsche Ingenieursleistung an Stärke verloren hätte, sondern weil sich die Welt grundlegend verändert hat. In einer Zeit systemischer Transformation – geprägt von Digitalisierung, Nachhaltigkeitsdruck, geopolitischen Verschiebungen und kultureller Neuorientierung – lautet die entscheidende Frage nicht mehr, wo etwas hergestellt wird, sondern welchen Beitrag es für die Zukunft leistet.
In einer kollaborativen, mehrstufigen Studie mit renommierten deutschen Unternehmen, internationalen Expert:innen sowie Konsument:innen aus Europa, den USA und China haben wir untersucht, wofür „Made in Germany“ heute steht – und wofür es künftig stehen muss, um im 21. Jahrhundert relevant zu bleiben. Die Ergebnisse mündeten in einer vielbeachteten Studie und fanden starke Resonanz in führenden Wirtschaftsmedien, darunter das Handelsblatt.
Das zentrale Ergebnis:
„Made in Germany“ steht an einem Wendepunkt – zwischen industriellem Erbe und kultureller Zukunftsmission.
Das neue Narrativ
Von industrieller Stärke zu kultureller Führung
Die Studie zeigt einen klaren Entwicklungspfad für „Made in Germany“: weg vom statischen Qualitätssiegel, hin zu einer zukunftsgerichteten Mission. Einer Mission, die technologische Exzellenz mit kultureller Verantwortung verbindet, wissenschaftliche Tiefe mit menschlicher Relevanz und Präzision mit Sinn.
In seiner stärksten Ausprägung steht „Made in Germany“ heute für:
- langfristiges, zirkuläres Denken in einer kurzatmigen Welt
- Erfindungskraft, die aus Verantwortung heraus entsteht
- Systeme, die Technologie, Mensch und Natur miteinander verbinden
- Kooperation statt Dominanz
Warum das jetzt entscheidend ist
In einer globalen Landschaft, in der „Made in US“ eine Erzählung digitaler Eroberung und „Made in China“ eine von Geschwindigkeit und Skalierung prägt, hat Europa – und insbesondere Deutschland – die Chance, ein eigenes kulturelles Zukunftsversprechen zu formulieren:
Technologie mit Gewissen.
Innovation mit Tiefe.
Fortschritt mit Verantwortung.
So verstanden kann sich „Made in Germany“ von einem historischen Herkunftslabel zu einem Leitnarrativ für das nächste Wirtschaftszeitalter entwickeln.
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